An der 97. Generalversammlung vom Schwingklub Oberhabsburg SKO vom 13. November 2021 wurden Thommy Suter und Reto Stalder zu Verdienstmitgliedern ernannt. Thommy Suter war für den Anlass entschuldigt. Wir haben ein paar Worte mit dem überrascht und gleichzeitig sehr erfreut Reto gesprochen.
Reto, warst du überrascht als du zum Verdienstmitglied vorgeschlagen wurdest?
Ja, ich war schon überrascht und gleichzeitig sehr erfreut. Es war für mich kein Wettbewerb und auch nicht ein Ziel, möglichst bald Verdienstmitglied zu werden, so etwas liegt mir nicht. Ich habe es bereits sehr geschätzt, dass ich damals ein Billett für den Kilchberg-Schwinget erhalten habe.
Was bedeutet das für dich, dass du nun Verdienstmitglied bist beim SKO?
Es zeigt Wertschätzung, die einem entgegengebracht wird. Es ist auch eine Bestätigung, dass Geleistetes anerkannt wird und zugleich Ansporn, um wieder anzupacken, wenn es nötig ist. Es ist ein schönes Gefühl dazuzugehören. Der SKO ist eine gute Truppe, manchmal etwas chaotisch, aber trotzdem funktioniert es immer, weil jeder weiss, was er zu tun hat und mitdenkt. Diese Spontanität passt auch zu mir.
Du hast im September die Eröffnungsfeier unserer neuen Schwinghalle geleitet. Fällt es dir leicht solche Aufgaben zu übernehmen?
Ja. Es motiviert mich, wenn sich die Leute amüsieren und mit einem Lächeln im Gesicht zuhören. Im Fall dieser Eröffnungsfeier habe ich mir im Vorfeld ein grobes Drehbuch gemacht, die Feinplanung entsteht in der Regel dann aber erst am Vorabend. An der Eröffnung selbst habe ich Einiges spontan angepasst, da bspw. gewisse Teile zu lang geworden wären. Mir war es wichtig, dass den «Hauptinitianten» eine wertschätzende Einweihung in bester Erinnerung bleibt.
Hast du schon einen Platz gefunden für die Tafel?
Die ist bereits in der Stube aufgehängt – am Ort wo bisher das Hochzeitsfoto hing. (Lacht)
Wie bist du eigentlich zum Schwingen und zum SKO gekommen?
Zum Schwingen kam ich durch meine Grossväter und meine Onkel, sie sind immer an Schwingfeste gegangen und später ging ich auch mit Kollegen. Selber habe ich nie geschwungen. Wir hatten zu Hause einen Bauernhof und mein Vater meinte, dass es da genug zu tun gäbe, um meine Energie loszuwerden. Zum SKO kam ich durch meinen Sohn Jan. Für ihn war immer klar, dass er Schwingen will. Und da war natürlich auch die Distanz von unserem Wohnort in Adligenswil ins Training nach Root ein Faktor. Gekannt habe ich davor noch niemand beim SKO, aber wir haben schnell Anschluss gefunden im Klub. Dass man mich nun schon «Üse Äntlibuecher» nennt, finde ich schon cool.
Wie ist es für dich als Vater, wenn Jan (Jg. 2011) schwingt?
Ich mag es ihm natürlich gönnen, wenn er Erfolg hat und ein Zweigli gewinnt. Das macht mich stolz und ich gratuliere ihm, versuche aber auch gleichzeitig ihn auf dem Boden zu halten. Und wenn er vor wichtigen Gängen nervös ist, dann bin ich meistens noch eine Spur nervöser als er.
Wie probierst du auf ihn Einfluss zu nehmen?
Schwingtechnisch gebe ich ihm keine Tipps, da kann er bei den Jungschwingerbetreuern Philipp, Ruedi und Patrick nachfragen. Ich versuche ihn bei der Reflektion zu unterstützen. Was war gut, was war nicht gut und was kann er beim nächsten Mal anders oder besser machen.
Du bist bekannt, dass du immer etwa einen Witz auf Lager hast. Kommt dir da gleich noch etwas in den Sinn?
Zwei «Webstübeler» gehen durch die Stadt Luzern und sehen in einem Schaufenster Krokodil-Lederschuhe für 250.- Franken. Sie riechen da ein grosses Geschäft mit solchen Schuhen und buchen prompt eine Reise in die Sümpfe von Florida, um dort Krokodile zu jagen. Dort angekommen, kaufen sie sich eine Waffe und mieten einen Jeep. Nach dem sie anschliessend nach der Jagd vor ihren 10 geschossenen Krokodilen so dastehen, sagt der eine zum anderen: «So Köbu, jetzt erschiessen wir noch eines und wenn dann das auch keine Stiefel trägt, gehen wir wieder nach Hause!»
Reto, vielen Dank dass du dir kurz Zeit genommen hast. Wir vom SKO sind natürlich froh darüber, auch in Zukunft auf deine tatkräftige Unterstützung zählen zu können. (Interview & Bericht: Martin Bussmann)
