Für den Schwingklub Oberhabsburg, einer der kleineren Klubs im Kanton Luzern, werden die aktuellen Sicherheitsmassnahmen zur Herausforderung. Denn die Platzverhältnisse in der eigenen Halle in Root sind mit 36 Quadratmetern sehr bescheiden. Eng war es auch schon vor Corona. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Jungschwinger von fünf auf 25 angewachsen. Für einen Klub, der seinen Nachwuchs aus stadtnahen Gemeinden (unter anderem Adligenswil, Ebikon, Root) bezieht, ist das beachtlich. Philipp Fässler, der Klubpräsident, sagt: «Das ist nicht selbstverständlich, zumal das Vereinsangebot in unserem Einzugsgebiet immens ist. Es ist ein Zeichen für die gute Förderung von Jungschwingern im ganzen Kanton.» Mittlerweile zählt der Klub gegen 600 Mitglieder.
Im Gegensatz zum Wachstum steht die Infrastruktur. Während die anderen acht Vereine des Kantons in moderneren Bauten trainieren, ist die Anlage «Röseligarten» in Root aus der Zeit gefallen. «Wir sind die Letzten mit einem kleinen Keller», sagt Fässler. Allein die Tatsache, dass Schwinger und Zuschauer nur via Garderobe in die Halle gelangen, scheint spätestens in der Pandemie-Krise nicht zeitgemäss.
